Digital Imaging by Bernd Groftschik 

 
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Weissabgleich


Der Weissabgleich (engl. white balance, WB) dient dazu, die Kamera auf die Farbtemperatur des Lichtes am Aufnahmeort zu sensibilisieren. Die digitale Aufzeichnung von Bildern (Foto und Film) sowie die Videotechnik erlaubt – wie auch die analoge Technik – eine den Lichtverhältnissen angepasste Farbtemperatur. Auch das menschliche Auge verfügt über diese Fähigkeit der chromatischen Adaption.

Automatischer Abgleich

Beim vollautomatischen Abgleich (engl. automatic white balance, AWB) sucht die Kamera nach einer für sie weiss erscheinenden Fläche. Das kann funktionieren, wenn wirklich nahezu Weiss in ihrem Blickfeld ist. In Wirklichkeit ermittelt sie jedoch nur die hellste Stelle des Bildes, die naturgemäss im Original nicht unbedingt weiss gewesen sein muss. Die Folge davon sind Farbstiche, die nicht immer als künstlerische Verfremdung akzeptiert werden können. Der vollautomatische Weissabgleich versagt zum Beispiel häufig bei Aufnahmen im Dämmerlicht.

Manueller Abgleich

Zum manuellen Weissabgleich hält man die Kamera formatfüllend auf eine möglichst weisse oder neutral graue Fläche in der zu filmenden oder fotografierenden Umgebung. Ein weisses DIN-A4-Blatt tut in den meisten Fällen diesen Dienst, wobei sinnvollerweise die Belichtung so weit zurückgenommen wird, dass keiner der Farbkanäle übersteuert. Da jedoch viele Papiere optische Aufheller enthalten, können sie der Kamera zu blau erscheinen, was nach dem Weissabgleich dann einen Gelbstich der Bilder zur Folge hat, daher ist eine so genannte Graukarte ideal. Nach Betätigung der entsprechenden Funktion kann der Kameraprozessor die richtige Farbtemperatur ermitteln.

Softwarebasierter Weissabgleich

Moderne Software erlaubt sogar einen nachträglichen Weissabgleich mit recht guten Ergebnissen. Auch hierbei gibt es die beschriebenen Verfahren wie Vollautomatik, Halbautomatik und manuell. Beim manuellen Abgleichen per Software bestimmt man den Weisspunkt per Mausklick. Das kann bei komfortablen Programmen durch mehrere Punkte (Klicks) noch verfeinert werden, die dann einen Mittelwert ergeben. Ein nachträglich durchgeführter Weissabgleich findet komplett verlustfrei statt, wenn die Bilder im kameraeigenen Rohdatenformat abgespeichert wurden. Das bedeutet, dass man die Wahl des Weissabgleiches für die Aufnahme des einzelnen Bildes nicht notwendiger Weise vor Ort vornehmen muss und den grösstmöglichen Spielraum bei der Nachbearbeitung hat. Die zusätzliche Aufnahme einer Weissabgleichkarte oder Graukarte kann sich bei dieser Nachbearbeitung jedoch als nützlich herausstellen, da sich der notwendige Weisspunkt nicht in jedem Motiv finden lässt. Im Unterschied zum Rohdatenformat führt die Korrektur des Weissabgleichs einer Aufnahme, die im datenreduzierenden JPEG-Kompressionsformat gespeichert wurde, zu mitunter deutlichem Qualitätsverlust.

Weissabgleichkarte

Zum manuellen Weissabgleich hält man die Kamera formatfüllend auf eine möglichst weisse oder neutral graue Fläche in der zu filmenden oder fotografierenden Umgebung. Ein weisses DIN-A4-Blatt tut in den meisten Fällen diesen Dienst, wobei sinnvollerweise die Belichtung so weit zurückgenommen wird, dass keiner der Farbkanäle übersteuert. Da jedoch viele Papiere optische Aufheller enthalten, können sie der Kamera zu blau erscheinen, was nach dem Weissabgleich dann einen Gelbstich der Bilder zur Folge hat, daher ist eine so genannte Graukarte ideal. Nach Betätigung der entsprechenden Funktion kann der Kameraprozessor die richtige Farbtemperatur ermitteln. Quelle: Wikipedia


Links

Infos zum Weissabgleich und Graukarte
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